Dolomiten 2026
Anfang September ging es für uns in Richtung Südtirol und Dolomiten. Der Fokus des Urlaubs lag für uns darin, Erfahrungen im Wandern zu sammeln und durch eine schöne Kulisse sowie gutes Essen, eine Auszeit zu bekommen. Meine Kamera war bei all den Touren zwar dabei, sollte aber in diesem Urlaub nur Nebensache sein.
So begannen wir zu Beginn des Urlaubs zunächst die Region um unsere Unterkunft zu erkunden. Wir entschieden uns am ersten Morgen früh aufzustehen, um den Sonnenaufgang an einem nahe gelegenen Bergsee zu beobachten und eine kleine Wanderung um den See zu machen. Der Anblick war malerisch. Die Kombination aus der alpinen Kulisse im Hintergrund und dem blauen, klaren Wasser war einfach beeindruckend.
Langsam steigen die ersten Sonnenstrahlen über die Bergkuppen.
Beim Umrunden des Sees wanderten meine Blicke durch mein Fernglas stets in die steilen Hänge der Berge sowie auf das Wasser, um potentielle Motive, wie zum Beispiel Steinböcke oder Gämse in den Bergen oder Wasservögel auf den Sensor meiner Kamera festhalten zu können. Leider war die Ausbeute nicht besonders hoch, was der Stimmung durch das spektakuläre Panorama jedoch überhaupt kein Abbruch tat. Kurz vor Ende der Seeumrundung konnte ich dann noch ein paar recht zutrauliche Stockenten ausmachen. Daraufhin schnallte ich mein Weitwinkel auf meine Kamera und versuchte die Stockenten in ihrem faszinierenden Lebensraum festzuhalten.
Durch das Weitwinkel-Objektiv kann der Lebensraum der Stockenten gut dokumentiert werden.
Durch einen guten Mix aus weiteren sehr schönen und zum Teil sehr anstrengenden Wanderungen zum Monte Cristallo und Lago di Sorapis und einigen kulturellen Besuchen in Cortina d’Ampezzo, Bozen und Meran, konnten wir die Zeit in den nächsten Tagen sehr genießen und uns gut erholen.
Am fünften Tag der Reise entschieden wir uns für einen Tag in das nahe gelegene Österreich zu fahren, um hier eine Wanderung am Großglockner, den höchsten Berg Österreichs, durchzuführen. Neben der Wanderung und dem schönen Ausblick, hofften wir natürlich auch ein paar schöne Motive in Form von Alpendohlen, Murmeltieren und im Besten Fall auch Steinadlern, Bartgeiern und Steinböcken zu beobachten und fotografieren zu können.
Meine Kamera mit einem Weitwinkel positionierte ich an einem Stein, den die Alpendohlen wiederholt anflogen. Nach Ausrichtung der Kamera, entfernte ich mich von dem Stein und versuchte die Alpendohlen mit einem Fernauslöser zu fotografieren.
Es dauerte nicht lange und die ersten Alpendohlen und Murmeltiere liefen uns über den Weg. Da die Tiere vor Ort durch die Besucher gefüttert werden, haben die Tiere eine sehr kleine Fluchtdistanz entwickelt, sodass man mit der Kamera zum Teil sehr nahe an die Tiere herankommt.
Die Murmeltiere waren hier zahlreich vorhanden und ließen sich gut fotografieren.
Die Zeit bei den Murmeltieren und den Alpendohlen verging dabei so schnell, dass wir annähernd den halben Tag bei den Tieren verbrachten. Dabei konnte ich einige Aufnahmen machen, über die ich sehr glücklich bin und die mich stets mit einem Lächeln im Gesicht an diese schöne Erinnerung zurückblicken lassen. Auch wenn wir keine Steinadler, Bartgeier oder Steinböcke beobachten konnten, war es dennoch ein Erlebnis, das ich nicht vergessen werde. Es müssen nicht immer die seltenen Arten sein, vielmehr sind es solche Momente in der Natur, die ich wirklich zu schätzen weiß.
Die Fluchtdistanz der Murmeltiere war sehr gering, sodass man diese aus nächster Nähe fotografieren konnte.
Die Alpendohle wartete vor einem dunklen Hintergrund auf etwas Fressbares. Durch starkes Ablichten in der Kamera konnte ich diesen Moment so festhalten.
Am letzten Tag der Reise besuchten wir die Seiser Alm, um hier eine letzte Wanderung des Urlaubes zu machen. Durch die Kombination aus den Bergen sowie die zahlreichen Bergwiesen und Berghütten in Verbindung mit dem tollen Wetter war es ein fantastischer Tag und schöner Abschluss des Urlaubes für uns.
Malerische Stimmung am Morgen, bevor die Sonne die Berge überstreichte.
Die beeindruckende Landschaft der Seiser Alm war für uns der perfekte Abschluss der Zeit in Südtirol und den Dolomiten.
Am Morgen der Abreise begrüßte uns der Tag nach einem starken Gewitter in der Nacht mit nebelüberzogenen Berghängen und stark bewölktem Himmel. Ein letztes Mal zückte ich die Kamera, um diese schöne Stimmung einzufangen. Nach einem entspannten Frühstück, packten wir ein wenig wehmütig das Auto und traten unsere Heimreise an. Insgesamt war es für uns eine sehr schöne Zeit, an die wir uns noch lange erinnern werden, auch wenn die Wanderungen für uns als Einsteiger zu dem ein oder anderen starken Muskelkater führten.
Der Nebel durchzog am Morgen der Abreise die einzelnen Berghänge.